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Rennbericht
Femundlopet 2010 ist vorüber und nachdem ich mich wieder etwas vom Rennen erholt habe, ist es Zeit einen kurzen Rückblick auf das Rennen zu werfen. Die ersten Strecken von Röros nach Tufsingdalen und weiter nach Drevsjö waren gekennzeichnet von weichem Schnee und viel Overflow auf den Seen. Overflow entsteht, wenn sich das Wasser über das Eis drückt und sich mit Schnee vermischt. Der weiche Trail war mit verursacht durch das kalte Wetter, dadurch konnte der Schnee sich nicht festigen. Auf dem Weg nach Sovollen hatte ich dann noch einen kleinen Schneesturm, der einigen Teams Probleme bereitete. Es gibt nur wenige Leithunde, die ein Team gegen den Sturm oberhalb der Baumgrenze führen. Hier zeigte Eowyn wieder ihre herausragenden Eigenschaften, sie lief Single Lead, ganz alleine vor dem Team durch den Sturm. Nachdem in Sövollen bereits Hobbit wegen einer leichten Schulterzerrung aus dem Team genommen werden musste, ging es mit 11 Hunden weiter nach Tynset. In Tynset musste dann auch Fine aus dem Team genommen werden, da sie wegen Muskelkater nicht mehr flüssig laufen konnte. Die folgende Strecke von Tynset nach Grimsbu 1, von den Norwegern „Lille Alaska“ genannt, war von den Verhältnissen deutlich besser, als die vorherigen Abschnitte. Hier fuhr ich mit Karsten Grönas zusammen und da die Teams gleich schnell waren, wechselten wir uns in der Führungsarbeit ab.  Die Runde von Grimsbu 1 nach Grimsbu 2 ist sicherlich die landschaftlich schönste Strecke des ganzen Rennens. Mit Blick auf die Berge von Rondane und Dovrefjell, die bis zu 2000 Meter hoch sind, war diese Strecke bei klarem Wetter und Sonnenschein ein Genuss. Der Rückweg aus den Bergen führte am Fluss entlang. Hier hatten viele Einheimische ein Lagerfeuer gemacht und feuerten die vorbeifahrenden Hundeteams an. In Grimsbu 2 angekommen hatte ich Ella in den Schlitten laden müssen und auch Twobit und Pippin waren nicht mehr fit.  Hinzu kam noch, dass Jeppe nicht fressen wollte, nachdem er schon vorher nicht allzu viel gefressen hatte. Da die Hunde bei diesen Rennen bis zu 10.000 Kalorien am Tag verbrauchen, ist es wichtig, dass sie genügend fressen.  Ich beschloss daher, da ich nur noch sechs wirklich fitte Hunde hatte, eine längere Pause zu machen, damit sich die Hunde wieder erholen konnten. Nach 12 Stunden Pause ging es dann mit sieben Hunden auf die 100 km  Strecke nach Tolga. Das war eine Fehlentschiedung, denn nach 50 km hatte ich Pippin im Schlitten und die verbliebenen sechs Hunde mussten ihn mitziehen. Auf den letzten Kilometern nach Tolga gibt es zwei steile und kräfige Anstiege, die von den Hunden und mir noch einmal viel verlangten. Daher kamen wir erst nach über 10 Stunden Fahrzeit in Tolga an. Hier muss man noch einmal 8 Stunden Pflichtpause machen, bevor es die  letzten 100km ins Ziel geht.  Nach dieser Pause fuhr ich mit sechs Hunden und nur noch dem notwendigsten Gepäck im Schlitten nach Röros. Bedingt durch den Neuschnee und den Wind war die Spur oft kaum erkennbar und die Hunde mussten viel arbeiten um vorwärts zu kommen. Im Ziel war ich froh, dass wir nicht aufgeben mussten und das Femundlopet 600 erfolgreich beenden konnten.  Das Rennen hatte wieder alles zu bieten, was Langstreckenrennen zu einer Herausforderung macht. Wind, Kälte, Schneefall, verblasene Trails, Overflow und viele Berge forderten wieder alles von den Hunden und dem Musher. Den Muskelkater spüre ich heute noch und auch die Hunde haben jetzt erst einmal einige Tage Erholung in ihren Hütten in Raftälven verdient.        

 
Femundlopet 2010

Die Vorbereitungen für das Femundlopet sind weitestgehend abgeschlossen. Mein Start ist am Donnerstag um 12:30 Uhr. Das Team wird aus Eowyn, Pippin, Legolas, Hobbit, Sodapop, Twobit, Fine, Chewie, Johann, Jeppe, Ella und Prinzessin Lillyfee bestehen. Das sind alles erfahrene Hunde, die solche Rennen kennen. Das Durchschnittsalter des Teams liegt zwischen 5 und 6 Jahren. Anbei noch ein Bild, das vermittelt, unter welch kalten Bedingungen Carola diesen Januar trainiert hat.

Mehr Informationen zu dem Rennen findet man unter http://www.femundlopet.no/english/news/ .

Immer aktuelle Information zu dem Rennverlauf findet man in der Musher - Zeitung von Helmut Dietz:
http://musherzeitung.myblog.de/musherzeitung/cat/379980/0/Femundlopet 

Sowie unter:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/hunderennen/

 training femund 2010.jpg
 
Training 2010

Das Training für das Femundlopet ist jetzt weit fortgeschritten.

Trotz der lange andauernden Kälte in Raftälven müssen wir trainieren um das Team auf das Femundlopet vorzubereiten. Hier sieht man unsere neuen Rennteammitglieder Fine (ihr Bruder läuft im Team von Robert Sörlie Grand Odyssee) und Chewie etwas vereist.

 fine_chewie.jpg
 

Wir haben dieses Jahr unsere Neuigkeiten in einem Blog der Neuen Westfälischen Zeitung. Diese sind unter folgendem Link zu erreichen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/hunderennen/ 

Trotz der warmen Temperaturen im November sind wir noch in unserem Trainingsplan. Einen kleinen Bericht zum Training finden Sie hier:

 schuchert-leithunde-web.jpg
   Foto: Helmut Dietz  www.musherzeitung.de

 

Wir trainieren jetzt 24 Hunde, wobei unser Rennteam dieses Jahr nur 14 Hunde umfasst. Die restlichen Hunde sind Junghunde, die jetzt ihre erste Trainingssaison haben.  

 
Sponsoren

Wir danken den Firmen Napapijri, Technoplan, Eagle Pack Pet Foods, Lupine und Napapijri für Ihre großzügige Unterstützung im Jahr 2009.

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