Herzlichen Glückwunsch Bernhard. Auf die Frage, wie das
Rennen war, antwortete er: "Jedes Jahr etwas neues, das ist
Finnmarkslopet." Was ist passiert?
In
einem wieder sehr guten Rennen landete Bernhard auf einem tollen 10.
Platz und somit zum zweiten Mal unter den Top Ten. Doch im Vergleich zu
2001 als er als 9. die Ziellinie überquerte, von damals 12 Finishern,
konnte er sich in diesem Jahr gegen 28 Mitkonkurrenten durchsetzen. Mit
einer hervorragenden Leistung hat er es geschafft, von Platz 38 aus in
die Top Ten zu fahren. Pünktlich um 5.06 Uhr erreichte er das Ziel,
dicht gefolgt von Ketil Reitan, der nur 13 min. hinter ihm die
Ziellinie überquerte.
Zu Beginn der Strecke hatte er Probleme mit den Bodenbedingungen,
wie auch viele andere Fahrer. Daraufhin musste er in Skippagurra drei
seiner jungen Hunde aus dem Team nehmen, nachdem sie starre Gelenke
durch den weichen Schneeuntergrund bekamen. Doch mit der Länge der
Strecke wurde der Pfad besser und die Hunde kamen wieder besser in
Fahrt. Bernhard war sehr schnell unterwegs. Das resultierte aus seinen
langen Pausenzeiten, in denen sich die Hunde aklimatisieren konnten.
Bernhard Schuchert hatte viele sehr junge Hunde im Team, die unter
nicht ganz idealen Bedingungen im Winter trainieren konnten. Doch es
sollte sich zeigen, dass nichts umsonst gewesen ist. Unter den
Junghunden hat sich eine neue Leaderin heraus kristallisiert, die den
Großteil der Strecke über vorneweg gelaufen ist. Das Rennen des
Finnmarkslopet sollte eine größere Herausforderung darstellen, als das
zuerst geplante Iditarod. "Hier in Norwegen sind die Trailbedingungen
härter als in Alaska" sagte Carola, Frau und Handler von Bernhard.
Somit war es für Hund und Musher eine Erfahrung, die sie sicher so
schnell nicht vergessen werden.
Wir gratulieren den Schucherts nicht nur zu einem hervorragenden 10.
Platz, sondern auch zur Spitzenposition unter den internationalen
Fahrern. Bernhard ist Sieger unter den "Nicht-Norwegern", denn die
ersten neun Plätze haben die Norweger unter sich ausgemacht.